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Unverhandelbar: was für Software Engineers wirklich wichtig ist

Sprecher: Lukas Pradel
Slot: Dienstag 13:15 - 13:45 Uhr
Raum: Hauptbühne
Lukas Pradel

Hast du dir schon mal die Frage gestellt, welche Werte, Prinzipien und Praktiken dir als Developer wirklich wichtig sind? Und zwar so wichtig, dass du unter gar keinen Umständen bereit bist, sie aufzugeben, die vollkommen unverhandelbar sind? Diese Frage für sich selbst zu beantworten ist eine äußerst lehrreiche Übung, die ich jedem Entwickler und jeder Entwicklerin unbedingt nahelegen möchte. Denn sie führt unweigerlich dazu, dass wir uns bewusst machen müssen, was wir für ein Selbstverständnis unserer Rolle als Entwickler/in in unserem alltäglichen Handeln haben und welchen Anspruch wir an uns selbst stellen. Und wenn man sich erst einmal darüber im Klaren ist, dann kann und soll man auch konsequent danach handeln und zwar im täglichen Geschäft.

Eine der wichtigsten Erkenntnisse, die ich für mich abgeleitet habe, ist, dass ich in meinen Projekten stets "Engineering-orientierte Softwareentwicklung" betreibe. Darunter verstehe ich, dass der Engineering-Aspekt der Softwareentwicklung wieder mehr im Fokus stehen sollte. Ob ein Softwareprojekt erfolgreich ist, hängt nämlich entgegen aller Unkenrufe, Hypes und Trends maßgeblich davon ab, ob die beteiligten Entwickler/innen das Problem und die Domäne verstanden und durchdrungen haben. Insbesondere zeichnen sich Engineers dadurch aus, dass sie nicht etwa "Task Delivery Zombies", "Code Monkeys" oder bloß Erfüllungsgehilfen sind, die vorgekaute "User Stories" in Code übersetzen und sich auch ansonsten auf das Einchecken von Code beschränken; sondern vielmehr kritische Mitgestalter einer Produktvision sind, die ihre technische Expertise einbringen und Verantwortung übernehmen. Diesen Anspruch sollten wir alle tagtäglich an uns selbst stellen und entsprechend handeln, denn er unerscheidet uns als Software Engineers vom bloßen Programmierer bzw. der Programmiererin.

In diesem Impulsvortrag möchte ich meine Antworten auf die Frage vorstellen und damit einen anschließenden Diskurs anstoßen. Denn möglicherweise teilst du meine Ansichten, vielleicht hast du aber auch andere Prioritäten.